
Martin Zemke

Bass Guitars, Backing Vocals & Keyboards :
Was macht man als junges Kind im zarten Vorkindergartenalter, wenn man gefühlte 100 Tage Langeweile im Krankenhaus überbrücken muss….sich eine Beschäftigung suchen. Ich suchte und fand— und zwar eine Plastik Klarinette, oder so was ähnliches. Mit dieser Entdeckung konnte ich meine Aufenthaltsdauer schleunigst verkürzen. Auf diesem Plastikteil hupend war ich wirklich nicht auszuhalten.
Wie auch immer aber startet meine frühkindliche Karriere. Sie wurde dann durch Mutters Unwillen zur Hausmusik jäh eingeschränkt, aber nach langen Jahren beharrlichen Insistierens ließ sie sich erweichen. Eine Trompete durfte es nicht sein – zu laut! Ein Klavier – zu groß.
Es kam halt eine Gitarre dabei heraus – immerhin.
Mit Eintritt in die örtliche Mandolinen Konzertgesellschaft lies sich auch der erste Gitarrenunterricht charmant finanzieren. Als Gegenleistung meinerseits sah ich mich dann genötigt mit dieser Gesellschaft regelmäßig öffentliche Konzerte zu spielen – das waren Erfahrungen, vor allem dann wenn wir Parteiveranstaltungen bespielen durften —- und im Ruhrgebiet ist ja klar bei welcher Partei – dies bedeutete den Einstieg in meine pubertäre kommunistische Gesinnung.
Über die sozialen Netzwerke kirchlicher Zwangsunterweisung geriet ich dann in einen jugendlichen Musikerkreis, in den wir sehr früh eigenes Material entwickelten und in den regionalen Jugendzentren zu Gehör brachten. Gitarristen gab´s aber zu viele, also schulte ich um auf E-Bass.
Und wie so oft bedeutet das Beenden der Schulzeit auch das Ende solcher Bindungen.
Aber der Bekanntenkreis hatte sich bis dahin erweitert und so spielte ich mich mit Beginn des Studiums so durch die Szene der im Rhein – Ruhr – Gebiet ansässigen Pop, Gospel und Fusionbands – solange das Studium eben so dauerte.
Dann spülten mich die Göttern des Schicksals an die Landesgrenze NRWs in ein verträumtes Städtchen an der A30. Interessant kam ich doch zum ersten Mal intensiver in die Blues Szene hinein, in der ich mich dann so 4 Jahre tummelte.
Der nächste Schicksalsschlag trieb mich dann in den hohen Norden. Dort erlag ich den Sirenen des Prog Rocks und bin nun ein Gefangener der Komplexität.







